Über mich
Geseke, 16. Februar 1987, Hospital zum Heiligen Geist, in den frühen Morgenstunden war es soweit, ich erblickte das Licht der Welt. Einige Tage später, verlies ich das Krankenhaus mit Ziel Lippstadt, genauer Eickelborn, wo ich die nächsten Wochen und Monate geschlafen, gegessen und geschrien habe und so meine Eltern zur Verzweiflung getrieben habe.
Einige Jahre später begann der Grundstein aller Bildung im Kath. Kindergarten St. Joseph in Eickelborn wo ich Burgen im Sandkasten gebaut und täglich einen Mittagsschlaf im Sportraum gehalten habe. Viel Erinnerungen an diese Zeit sind mir nicht geblieben, jedoch wurde ich immer von meinem Onkel abgeholt, der mir jedes mal ein Schoko-Brötchen ausgab und einmal erwischte ich sogar ein Brötchen welches nur aus Schokolade bestand, da habe ich mich gefreut, kein Wunder, Schokolade macht ja bekanntlich glücklich.
1994 war es dann soweit, meine Eltern schickten mich auf die Grundschule in Benninghausen wo ich lernte zu schreiben, zu rechnen und die Uhr zu lesen, alles wichtige Dinge wie sich heute rausstellt. Eines Tages gab uns unsere Klassenlehrerin Fr. Schulte die Aufgabe eine Kuh mit Kringeln auszumalen, ich malte also 3 große Kringel anstatt viele kleine und beschäftigte mich anschließend mit anderen Dingen und trieb so meine Lehrerin zur Weißglut, nicht das erste Mal, wie sie bestätigen würden.
Nichts desto trotz durfte ich vier Jahre später das Evangelische Gymnasium in Lippstadt besuchen, dort lernte ich zum ersten mal die englische Sprache, nach dem Motto „My english is so good, that make’s me nobody so quickly after“. Ein paar Monate später wurde ich dann in der großen Pause mit Panzertape an dem Stuhl gefesselt und im Schrank versteckt, bis mich später die Schüler vor den Augen des Lehrer wieder aus dem Schrank liesen, aber wer musste das nicht über sich ergehen lassen. Im Laufe der Zeit bekam ich dann auch das Fach Chemie und entdeckte eine Leidenschaft die lieber hätte vorborgen bleiben sollen, von meinem Taschengeld kaufte ich viele Dinge und experimentierte im Keller meiner Eltern und mischte wild Stoffe durcheinander bis eines Tages ein kleines Feuer entstand und der ganze Keller voller Rauch war, hilflos und allein wie ich war, benutzte ich den Feuerlöscher und das Pulver verteilte sich in jeder Ritze, das aufräumen später hatte kein Spaß gemacht. Kurz darauf gab ich das Hobby auf und wand mich der Informatik zu und besuchte meine ersten Lanparty’s. Als ich dann um die 16 -17 Jahre alt war begann die Zeit der allgemeinen Ratlosigkeit, langsam wurde es Zeit mir Gedanken über meine Zukunft zu machen, denn das Abitur wollte ich nicht unbedingt machen, einige Termine bei der Berufsberatung später entschloss ich mich für eine schulische Ausbildung als staatl. geprüfter Informationstechnischer Assistent.
Diese begann ich dann nach dem Abschluss der 10. Klasse am Lippe-Berufskolleg in Lippstadt. Drei Jahre später mit einem relativ guten Abschlusszeugnis und einem Defizit in Elektrotechnik hörte ich immer wieder die Frage „Was willst du nun machen“, ich sagte „Irgendwas mit Informatik“ und bewarb ich mich um einen Studienplatz an FH Dortmund.
Freigestellt vom Wehrdienst, war ich zum Wintersemester 2006/2007 also Student der Informatik, zeitgleich und 3 unbeantworteten Bewerbungen später wurde ich bei der Fa. Computer Sommer GmbH als Aushilfe eingestellt und verkaufe nun Tintenpatronen und gebe Schulungen, zwei Semester später und etlichen unausgeschlafenen Morgenstunden und vielen Stunden im Zug zog ich von Zuhause aus in eine schöne 2-Zimmer Wohnung in Dortmund-Innenstadt West.
Und hier bin ich nun ein Student allein in Dortmund, der die Matheklausuren zum vierten mal verschoben hat.




