Rund 100 Ärzte aus Südwestfalen und dem östlichen Ruhrgebiet sind wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs ins Visier der Staatsanwälte geraten: Die Mediziner sollen in einen bundesweiten Schmiergeldskandal verwickelt sein. Demnach haben sich die Ärzte von Mitarbeitern des Pharmaherstellers Ratiopharm bestechen lassen.
Der Vorwurf an die Weißkittel: Sie sollen von Außendienstmitarbeitern des Pharmariesen Geld kassiert haben als Anreiz dafür, ihren Patienten Arzneien aus dem Haus Ratiopharm zu verschreiben. Die Justizbehörde in Ulm hat jetzt die 2 800 Fälle an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften vor Ort abgegeben.
Zudem geht der Blick der Ermittler auf die Pharma-Vertreter, die über eine höhere Provision davon profitiert haben, das vermehrt Ratiopharm-Produkte verordnet worden sind. Fünf bis sechs Pharmavertreter stehen im Fokus der Staatsanwaltschaft.
Quelle: DerWesten



