Archiv für das Tag 'Ärzte ohne Grenzen'

Zwei Vermisste in Darfur

tob1 am 24. June 2010

In der westsudanesischen Krisenregion Darfur sind zwei deutsche Entwicklungshelfer entführt worden. Das bestätigten deutsche Sicherheitsbehörden am Mittwoch in Berlin.

Das Auswärtige Amt teilte mit, es handele sich bei den Vermissten um Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW). Die Männer seien 34 und 52 Jahre alt.

In der Vergangenheit kam es in Darfur zu einer Reihe von Angriffen und Überfällen. Wiederholt wurden ausländische Helfer entführt und manchmal erst nach Monaten und gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder frei gelassen. Nach UN-Schätzungen sind in Darfur seit 2003 mehr als 300 000 Menschen ums Leben gekommen. Noch immer leben mehr als eine Million Menschen in Darfur in Flüchtlingslagern.

Die UN-Friedenstruppen in Darfur sprachen in den vergangenen Tagen von einer angespannten Lage in der Konfliktregion. Es kam wiederholt zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen der Bewegug für Gleichheit und Gerechtigkeit (JEM), einer der größten Rebellengruppen.

Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche die Verlängerung der deutschen Beteiligung am UNAMID-Einsatz beschlossen. Die Mandatsobergrenze wurde von 250 auf 50 Soldaten gesenkt. Derzeit sind dort acht deutsche Soldaten im Einsatz. Die UNAMID-Friedenstruppen sichern vor allem die Flüchtlingslager und Dörfer in der Konfliktregion. Unverändert blieb die Obergrenze von 75 deutschen Einsatzkräften für die UNMIS-Mission im Südsudan. Sie sollen das 2005 geschlossene Friedensabkommen zwischen Regierung und Rebellen überwachen.

Quelle: DerPatriot

//

Das ist ja mal was, die Obergrenze der Deutschen beträgt 50 Soldaten, aber gerade mal 8 sind wirklich im Einsatz?

Bei über 400.000 Tote?

[Quelle: http://patdollard.com]

Und das bei rund 2.5 Mio Flüchtlingen in hunderten von zerstörten Dörfern?

[Quelle: Wikipedia]

Bei einem “abgeschlossenen Friedensvertrag”, den die Dschandschawid, SLA und JEM Rebellen nicht akzeptieren und weiter mit Hilfe der Sudanesischen Regierung morden?

Mit über 5000 Rebellen die in die Polizei eingegliedert wurden?

Aber Hauptsache wir sind beteiligt am Krieg in Afghanistan und schicken rund 4000 Soldaten im Rahmen der ISAF Truppen in den Krieg gegen die Taliban, die – wie jeder weiß bereits aus Pakistan operieren. Selbst wenn wir 100.000 Soldaten entsenden können wir in Afghanistan nichts bewegen.

Ich finde es sinnvoller diese Soldaten im Rahmen der UNAMID-Mission in den Sudan zu entsenden und den Genozid – ja Völkermord – zu beenden, wir haben ja 1994 in Ruanda schon weggesehen wo in weniger als einem halben Jahr von den Hutu’s rund 75% der Tutsi Bevölkerung (in Zahlen 800.000 bis 1.000.000 Menschen) ermordet wurde.

Related:

Ärzte ohne Grenzen – Einsatzbericht Sudan

Die seit 1979 im Sudan aktiv sind und über 47 Mio. Euro investiert haben und die Bevölkerung Medizinisch zu versorgen, um Malaria, Kala Azar, Unterernäherung, Masern, Meningitis, Poliomyelitis, Pertussis und Co. zu bekämpfen.

Hier noch ein paar bildliche Eindrücke zu der Situation in Darfur:

[Photo credit: Evelyn Hockstein/Polaris/CARE. Copyright 2004 The New York Times Company]

[Quelle: www.miafarrow.org]

[Artwork: Still Death!]

Abgelegt unter Tägliche Leben | Keine Kommentare

TV-Werbespot: Ärzte ohne Grenzen

tob1 am 3. December 2009

Ein wirklich gut gemachter TV-Spot. Kurz, Knackig.. Find ich Klasse.

Abgelegt unter Tägliche Leben | Keine Kommentare

Welt-Aids Tag

tob1 am 1. December 2008

Heute ist der 1. Dezember 2008 und wie jedes Jahr, wird an diesem Tag der Welt-Aids Tag “gefeiert”. Am 1. Dezember 1981 wurde Aids als eigenständige Krankheit anerkannt.

Die Rote Schleife ist das weltweite Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken.

Aids steht für Acquired Immune Deficiency Syndrome und bezeichnet eine Immunschwäche Krankheit. Steckt man sich mit dem HI-Virus an, führt dieses nach langjähriger Inkubationszeit zu Aids.

1. Phase (Akute Phase): Nach 4-6 Wochen der Ansteckung können Grippeähnliche Symptome auftreten wie Fieber, Nachtschweiß, geschwollene Lymphknoten und Übelkeit.

In der 2. Phase, der sog. Latenzphase, vermehrt sich das Virus im Körper und greift das Immunsystem an, in dieser Zeit treten keinerlei Symptome auf. Dies kann im Durchschnitt 9-11 Jahre dauern. Jedoch kann bei manchen Menschen innerhalb von Monaten Aids auftreten, auch gibt es Personen bei denen nach Jahren der Ansteckung kein Aids auftritt.

In der 3. Phase treten die gleichen Beschwerden auf wie in 1. geschildert, doch bilden sich die Symptome nicht mehr zurück

Nun folgt die 4. Phase in der Aids diagnostiziert wird. Hier treten versch. Infektionen auf, bei einem intakten Immunsystem können die relativ einfach bekämpt werden, ist das Immunsystem aber schon stark beschädigt, kann der Körper die Infektionen nicht abbauen. Auch können bösartige Tumore auftreten.

Die Therapie wird als Highly Active Antiretroviral Therapy (HAART) bezeichnet, hier kommen versch. antiretrovirale Medikamente zum Einsatz. Ziel der Therapie ist es, die Viruslast unter die Nachweisgrenze zu drücken und die CD4-Zellwerte zu erhöhen, um so das Immunsystem gegen Infektionen und andere Aids-definierende Erkrankungen zu stärken.

Prävention ist die effektivste Maßnahme gegen HIV. Durch den Gebrauch von Kondomen, sterilen Nadeln bei der Einnahme von Drogen. Nach einem Ereignis mit Ansteckungsrisiko kann die Wahrscheinlichkeit einer Infektion vermindert werden, wenn eine so genannte Postexpositions-Prophylaxe durchgeführt wird.

Aufgetaucht ist das HI-Virus zum ersten Mal 1930 in Zentralafrika, bis das Virus 1966 in Haiti nachgewiesen wurde und sich von dort ausbreitete in die USA und andere Länder der Welt.

In Deutschland leben z.Z. ca 56.000 Menschen mit dem HI-Virus. Jährlich stecken sich ca. 2.700 Personen neu an. Um die 650 Menschen sterben jährlich an den Folgen von Aids.

Weltweit leben z.Z. ca. 26 Mio. Menschen mit dem HI-Virus. Jährlich stecken sich ca. 4.1 Mio. Personen neu an. Um die 3.1 Mio. Menschen sterben jährlich an den Folgen von Aids.

Bereits über 25 Mio. Menschen sind an den Folgen von Aids gestorben.

46664 ist eine weltweite Kampagne der Nelson-Mandela-Stiftung, die das Bewusstsein gegenüber AIDS steigern und Menschen ermutigen will, gegen diese Krankheit zu kämpfen. „46664“ war die Häftlingsnummer Nelson Mandelas auf der Gefängnisinsel Robben Island (der 466. Gefangene, der 1964 inhaftiert wurde). Die seit 2002 aktive Kampagne hat vor allem mit der Ausrichtung großer Musikfestivals auf sich aufmerksam gemacht.

Quellen/Links: Wikipedia.de – Aids, Wikipedia.de – HIV, Gib Aids keine Chance, Welt Aids Tag, Ärzte ohne Grenzen Kampange

Abgelegt unter Tägliche Leben, Weißheit des Tages | Ein Kommentar

Köhler will europäische Soldaten im Kongo

tob1 am 18. November 2008

Bundespräsident Horst Köhler hat angesichts der humanitären Tragödie im Kongo die europäischen Staaten zu einem Militäreinsatz in der Region aufgefordert. “Ich bin wirklich nicht kriegslüstern”, sagte Köhler in Mainz. “Aber wenn wir es ernst meinen mit Werten, die für uns alle stehen, müssen auch die Europäer Soldaten stellen, um diesem Morden Einhalt zu gebieten.” Es könne nicht sein, dass im Rahmen eines glaubwürdigen UN-Mandats im Prinzip nur die Entwicklungsländer und die Afrikaner mit Truppen vor Ort seien.

Quelle: N24.de, Pressemeldung Ärtze ohne Grenzen, Länderbericht Ärzte ohne Grenzen

Abgelegt unter Tägliche Leben | Keine Kommentare

MSF: Promo Video

tob1 am 29. September 2008

Abgelegt unter Tägliche Leben | Keine Kommentare

Erste Schritt in die richtige Richtung?

tob1 am 16. September 2008

Gestern wurde es beschlossen, der ewige Regierungspräsident Robert Mugabe von Simbabwe teilt sich mit Oppositionsführer Morgan Tsvangirai die Macht, vielleicht ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung für Simbabwe.

Ein halbes Jahr nach den Wahlen und blutigen Auseinandersetzungen erhält der afrikanische Krisenstaat damit eine neue Regierung. Mugabe bleibt Staatschef, wird die Macht aber mit Tsvangirai teilen, der Regierungschef wird.

Die Europäische Union kündigte an, angesichts der politischen Fortschritte in Simbabwe Sanktionen vorerst nicht zu verschärfen. Die EU-Außenminister begrüßten am Montag in Brüssel die Einigung zwischen Mugabe und Tsvangirai. Die EU sei bereit, der geplanten Übergangsregierung mit einer Reihe von Maßnahmen zu helfen.

Mugabe, der seinen Machtanspruch in den vergangenen Jahren durch Repression, Wahl-Manipulationen und Gewalt absicherte, hat das Land nach Ansicht seiner Kritiker mit einer chaotisch verlaufenen Landreform in den Ruin geführt. Für die Simbabwer bedeutet die Krise Massenarmut, Hyperinflation und Gewalt. Im Wahlkampf und nach der Wahl waren Anhänger der Regierung gewaltsam gegen die Opposition vorgegangen, Tsvangirai hatte vorübergehend aus dem Land fliehen müssen.

Quelle: N24

Bilderquelle: Welt.de

Related: Ärzte ohne Grenzen – Länderbericht Simbabwe

Abgelegt unter Tägliche Leben | Keine Kommentare

Ärzte ohne Grenzen: Jahresbilanz 2007

tob1 am 12. August 2008

Am 01.08.08 wurde für das abgeschlossene Geschäftsjahr die Bilanz veröffentlicht, allein die Sektion Deutschland hat im Jahr 2007 rund 34,5 Mio. Euro an Spenden einnehmen können. Von den Ausgaben in Höhe von 45,7 Mio. Euro wurden rund 87% (39,6 Mio.) für diverse Hilfsprojekte ausgegeben. Die Mehrausgaben wurden durch freie Rücklagen finanziert.

Laut Angaben von Ärzte ohne Grenzen erhielten Birma und Somalia die meiste Aufmerksamkeit.

Quelle: Pressebericht

Abgelegt unter Tägliche Leben | Keine Kommentare

Ärzte ohne Grenzen bricht Hilfe in Somali ab

tob1 am 24. July 2008

Bereits am Anfang des Monats wurde bekannt das Ärzte ohne Grenzen ihre Hilfe in Somali abbricht.

Das Team wurde erst im Dezember 2007 entsendet, doch auf Grund von fehlenden Arbeitsgenehmigungen und Verhaftungen der Mitarbeiter zieht die Organisation nun ihre Mitarbeiter aus dem Gebiet zurück.

“Es ist uns nicht möglich gewesen, die Bedürfnisse der Menschen unabhängig zu evaluieren und dort zu helfen, wo die Not am größten ist,” so Robert. “Trotz großer Anstrengungen, die Beziehungen zu den Behörden zu verbessern, ist es uns nicht gelungen, ein Umfeld zu schaffen, das unabhängige und unparteiische Hilfe für  diejenigen, die diese eigentlich dringend brauchen, garantiert.”


Größere Kartenansicht
Quelle: Pressemitteilung

Abgelegt unter Tägliche Leben | Keine Kommentare

Schmerzgrenzen

tob1 am 24. June 2008

Als erstes sollte ich erwähnen, das ich sonst eigentlich nicht der jenige bin, der gerne ein Buch liest, es gibt glaube ich nur 2 Bücher die ich bis jetzt bis zum Ende gelesen habe, das wäre zum 1. Dan Brown – Diablous und nun Petra Meyer – Schmerzgrenzen.

Seit einiger Zeit unterstüze ich die Organisation Ärzte ohne Grenzen und habe gesehen, das es ein Buch gibt mit Erfahrungsberichten zu einigen Hilfseinsätzen die Ärzte ohne Grenzen durchführt und das hörte sich recht Interessant an.

In diesem Buch werden versch. Personen “interviewt” die Ihre persönlichen Erfahrungen schildern. Unter anderem über Seuchen in Angola, Psychologische Hilfe in Kolumbien, Chirugie in Sierra Leone, HIV/AIDS in Malawi, Nachkriegsversorung im Irak, Unterernährung in Niger und Vertreibung im Sudan.

Dieses Buch beschreibt teilweise in drastischer Art und Weise was es wirklich bedeutet, vor Ort zu helfen. Teilweise kann man sich echt nicht vorstellen, das es in diesen Regionen so zu geht, das man Leichen aus Straßen abtransportiert, das man kleinen Kindern Beine amportieren muss, das 2-3 jährige gerade mal ein paar Kilo wiegen, erschreckt ein doch schon sehr. Das die kämpfenden Truppen selbst die internationalen Helfer überfallen, festhalten oder verschleppen, das sie von der Regierung oder Melizen ins Gefängnis gesteckt werden, wegen Spionage vorwürfen.

Ich kann nur jedem dieses Buch empfehlen.

Ich finde es gut, das es Menschen gibt die sich so derart engagieren und sich selber in große Gefahr begeben um Ihre Hilfe anzubieten, ein großen Respekt hierfür, das sie in die Region reisen wo sonst keiner darüber redet oder sich gar hintraut.

Link: Amazon.de, Ärzte ohne Grenzen

Abgelegt unter Tägliche Leben | Keine Kommentare