Selbstmordanschlag in Afghanistan

Gestern waren die Meldungen in den Nachrichten voll von Informationen über einen Selbstmordanschlag im Afghanischen Kundus, wo 2 Bundeswehrsoldaten getötet, mehrere Soldaten sowie einheimische Kinder schwer verletzt wurden.

Nun startet wieder einmal die Diskussion um den ISAF-Einsatz in Afghanistan der deutschen Soldaten. Die Deutschen Soldaten sind dort seit Ende 2001auf Wunsch der Vereinten Nationen in einer “Friedensmission” um dort Afghanische Polizei auszubilden, für mehr Sicherheit sorgen und andere Aufgaben, also kein Kampfeinsatz.

Dennoch kommt es immer wieder zu Anschlägen der Rebellen durch Mienen, Granaten und sonstigen Waffen, insgesamt sind 3.500 Bundeswehrsoldate im Einsatz.

Der Afghanistan-Einsatz hat bereits 30 deutschen Soldaten und 3 Polizisten das Leben gekostet; 16 davon kamen gewaltsam ums Leben, 11 bei Unfällen und 4 unter nicht endgültig geklärten Umständen.

Im Rahmen von Operation Enduring Freedom und des ISAF-Einsatzes sind bis 18. August 2008 insgesamt 862 Soldaten gestorben, darunter 507 US-Amerikaner, 116 Briten, 89 Kanadier, 26 Deutsche, 23 Spanier, 22 Franzosen, 16 Niederländer, 15 Dänen, 12 Italiener, 7 Rumänen, 6 Australier, 5 Polen, 3 Esten, 3 Norweger, 3 Tschechen, 2 Portugiesen, 2 Schweden, 2 Ungarn, 1 Finne, 1 Lette, 1 Litauer und 1 Südkoreaner.

Heute war eine Pressekonferenz des Verteidigungsministers Franz-Josef Jung sowie dem höchsten Generel der Bundeswehr (Generalinspekteur der Bundeswehr) Wolfgang Schneiderhan in dem es hieß, es sei sehr bedauerlich doch den Einsatz abzubrechen seie nicht die richtige Entscheidung.

Die Deutschen Soldaten sind hauptsächlich im Norden im Einsatz wie man dieser Karte entnehmen kann.

Ich bin für die Begrenzung des Mandats und dem langsamen Rückzuck aus dem Land, anscheinend lässt es die Sicherheitslage nicht zu um dort sicher arbeiten zu können.

Auch werden die Stimmen aus den Reihen der Bundeswehr lauter, die sagen es fehle an wichtigem Equipment für diesen Einsatz.

Ein Zitat des Grünen Politikers Cem Ötzdemir welchem ich nur zustimmen kann:

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse der Bevölkerung “endlich erläutern, warum unsere Soldaten überhaupt am Hindukusch sind und wie lange sie noch bleiben müssen”. Bisher sei die Kanzlerin beim Thema Afghanistan “merkwürdig leise” gewesen.

Auch der gute Herr Jung ist mir nicht der richtige für den Job des Verteidigungsminister, auf mich wirkt er sehr “zurückgehalten”, “oberflächlich” und sehr “distanziert” auch zu den Soldaten, vielleicht wäre er ja der richtige für den Job vom Seehofer, als Landwirtschaftsminister kann ich mir ihn besser vorstellen.

Quelle: Bundesregierung, Wikipedia, N24